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Endlich war es soweit ! Leonie´s Geburtsbericht


Aus der Sicht eines Vaters


Nun war es endlich soweit, nachdem mein Schatz schon seit 24 Stunden Wehen hatte, war am 16.05.2008 (Dem errechnetem Termin) um etwa 7 Uhr der Zeitpunkt gekommen an dem Sabbi kaum noch zwischen den Wehen lachen konnte. Ich wollte sofort los mit Ihr ins Krankenhaus, doch sie wollte erstmal in Ruhe duschen und sich frisch machen. Also haben wir schnell Oma angerufen und Bescheid gesagt, dass es gleich ins Krankenhaus geht.Dann sind Sabbi und ich erstmal gemeinsam duschen gegangen. Zum Glück war die Klinktasche schon fertig gepackt und ich hatte mir den Tag in weiser Vorraussicht schon freigenommen. Also fuhren wir los in die Uni-Klinik. Dort angekommen wurde der Muttermund erneut untersucht. Es waren nun 3cm. Die Ärztin stellte beim Ultraschall des Bauches fest das unser Baby einen Nierenstau hatte und fragte uns: "Sie bekommen einen Jungen ?!" -Schock- Was machen wir denn bloß mit den ganzen rosa Sachen ?. Sie meinte, dass ein Nierenstau bei Jungen häufiger wäre als bei Mädchen - aber wir uns keine Gedanken darum machen sollten, weil dieses Problem leicht zu beheben sei. - Wir fragten uns ob wir vielleicht doch einen Jungen bekommen werden - Leider reichten die 3 Zentimeter Muttermund nicht aus um im Kreißsaal zu bleiben, deswegen haben wir ein Zimmer auf der Station bezogen.

Starke Wehen

Sabeth mit heftigen Wehen auf dem Zimmer - die Arme =(, Oma tröstet sie lieb.



Lachen trotz Wehen

Mit dem Lächeln klappt es so gerade noch.



Sabbi bekam einen riesen Durst und wollte kein Wasser trinken, da ich das Auto sowieso umstellen musste fuhr ich schnell nach Comet und besorgte für sie ihr Lieblingsgetränk. Da die Parkplatzsuche erfolglos war und ich nicht wusste wie es um die Wehen stand ,musste ich wieder vor der Frauenklinik parken. Sabbi hatte noch immer sehr starke Wehen und ihr kamen bei jeder Wehe die Tränen. Wir gingen dann zum CTG in den Kreißsaal und Sabbi wurde erneut untersucht, der Muttermund war nun 6 Zentimeter geöffnet - genug um im Kreißsaal zu bleiben. Die Hebamme meinte es würde aber noch etwas dauern, wir sollten es uns gemütlich machen. Ich nutzte die Gelegenheit um unser Auto vom teuren Parkplatz auf einen kostenlosen öffentlichen zu stellen. Wieder im Kreißsaal angekommen fragte die Hebamme meinen Schatz ob sie keine eigenen CD´s dabei habe. - Doch haben wir - aber die sind im Auto -.- . Also ging ich nochmal im Laufschritt zum Auto und holte unsere Musik. Als ich zurückkam waren die Wehen für meine Süsse kaum noch auszuhalten, sie war sehr tapfer und hatte die PDA noch nicht in Anspruch genommen. Der Muttermund öffnete sich immer rasanter, es ging - dafür dass es die erste Schwangerschaft war - wirklich ziemlich schnell voran. Das lag vielleicht nicht zuletzt daran, dass Sabbi in den letzten Wochen der Schwangerschaft sehr viel Himbeerblättertee getrunken hat. Mehr Info´s dazu gibt es im Info-Bereich.

Unter der Geburt

Etwa 3 Stunden vor der Geburt - Muttermund fast vollständig geöffnet - Meine Süsse litt sehr =(


Die Hebamme untersuchte meinen Schatz erneut und bemerkte dass der Muttermund vollständig geöffnet war, wenn Sabeth sich bereit fühle dann könne sie schon etwas pressen. Da die Fruchtblase nicht springen wollte, öffnete die Hebamme sie mit einem Fingerling der eine kleine Spitze besaß. Nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem für meine Süsse die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren , und sie die PDA verlangte. Den ersten Versuch übernahm eine Assistenzärztin , zuerst wurde ein Mittel gespritzt dass die Wehen einige Zeit unterdrücken sollten - leider zeigte dies eher weniger Wirkung -.- Die Ärztin hat es beim ersten Versuch nicht geschafft das Rückenmark zu treffen, also musste es erneut versucht werden. Nun versuchte sich die Oberärztin an dem Rücken meiner Freundin, sie schaffte es nach gefühlten 20 Minuten auch endlich das Rückenmark zu punktieren. Ich habe mindestens genau so gelitten wie Sabbi, denn ich habe gesehen das dieses rumporkeln im Rücken ihr sehr weh tat =(

Sabbi trösten

Die PDA liegt endlich - etwa eine Stunde vor der Geburt von Leonie


Nun mussten wir darauf warten, dass die Wirkung des Schmerzmittels eintrat. Wenn das Schmerzmittel wirkt sollten die Füße wärmer werden und anfangen zu kribbeln. Leider wirkte das Schmerzmittel nicht. Sabbi hatte nach wie vor starke Schmerzen.



Nun ging es ans Pressen. Die Hebamme sagte: "Die Leonie möchte langsam raus, willst du mal versuchen ihr dabei zu helfen ?" Bei jeder Wehe presste meine Süsse nun etwas mit. Den Kopf konnte man nun schon im Geburtskanal sehen. Allerdings bekam Sabbi keine richtigen Presswehen und die Ärzte spritzten etwas um die Wehen noch mehr zu verstärken. Nun ging es Schlag auf Schlag, Sabbi presste so fest sie konnte und hatte höllische Schmerzen. Ich hielt ihre Hand und streichelte ihr Köpfchen. Da Leonie immernoch nicht rauswollte drückte die Ärztin nun bei jeder Wehe mit , sie schmiss sich mit ihrem gesamten Gewicht auf den Bauch meiner Süssen. Mein armer Schatz bekam gar keine Luft mehr und hatte kaum noch Kraft zu pressen. Plötzlich lief die Ärztin raus und rief einen anderen Arzt herbei - wie wir später erfuhren gingen Leonies HerztÖne immer weiter runter. - Dieser Arzt schmiss sich jetzt ebenfalls mit auf den Bauch und die Hebamme schnitt den Damm durch. Zum Glück hatte Sabbi dass nicht mitbekommen, aber ich kann sagen dass es ziemlich brutal aussah und sie ziemlich weit schneiden musste. Die Ärztin fordete Sabeth immer und immer wieder auf zu pressen, Sabbi schrie sie an: "Wie soll ich denn pressen wenn ich keine Luft bekomme ?!!" "Es geht nicht!" . Und da kam die letzte Wehe , - es machte Platsch und unser kleines Bündel voller Leben lag ganz blutig und blitzeblau zwischen den Beinen meiner Süssen. Sabeth und mir schossen vor lauter Elternglück die Tränen in die Augen. Es war der wohl glücklichste Moment in unserem Leben. Die kleine Leonie Kyra erblickte am 16.05.2008 - genau am errechneten Termin - um 13:48 Uhr, mit einer Größe von 51 Zentimetern, einem Kopfumfang von 34 Zentimetern und einem Gewicht von 3535g, das Licht der Welt.

Unser Neugeborenes

Leonie Kyra ist auf der Welt


Die Ärzte versorgten Leonie schnell und führten die erste Untersuchung durch. Leonie schnitt mit Bestwerten ab. Dann kam Leonie sofort zu Mama an die Brust zum Ersten beschnuppern. Sie war so zerdrückt von der schweren Geburt, blinzelte aber sofort mit den Augen um einen Blick auf ihre Eltern- , die so lange auf sie gewartet hatten, -zu werfen. Ich gab ihr meinen Finger und Leonie hielt ihn ganz fest und ließ ihn garnicht mehr los. Nebenbei wurde aus der Nabelschnur das Blut entnommen was wir für Leukämiekranke spendeten. Als die Hebamme unser Engelchen fertigmachen wollte entdeckten wir auf Mama´s Brust eine handvoll des sogenannten Kindspech. - Die Hebamme freute sich. Dann kam die Nachgeburt, der Mutterkuchen löste sich und Sabbi beförderte ihn mit Druck heraus. Die Hebamme untersuchte ihn um festzustellen ob er sich vollständig gelöst hatte.

Hallo Welt

Dann durfte ich Leonies Nabelschnur durchschneiden, trotzdem ein komisches Gefühl an seiner Tochter rumzuschneiden, obwohl man weiß dass sie es nicht spürt. Danach wurde sie gemessen und bekam etwas angezogen. In der Zwischenzeit wurde die frischgebackene Mama genäht. Das ganze dauerte etwa eine Stunde.

Jetzt bin ich endlich da

Unsere Kleine - schon etwas über eine Stunde jung.


Stolzer Papa

Der frischgebackene stolze Papa mit seiner Tochter.


Als Mama dann endlich komplett genäht war, wurden die Beiden in ein Beobachtungszimmer neben dem Kreißsaal verlegt. Dort wurde Leonie zum ersten Mal an Mama´s Brust gelegt - sie konnte schon ziemlich feste saugen. Nun war es an der Zeit sich kennenzulernen und ganz viel zu kuscheln.

Stolze Mama

Viel besser als in Mama´s engem Bauch - Mama ist sehr kaputt, aber überglücklich.


Nebenbei schrieben die stolzen Eltern an alle Verwandten und Freunde SMS und MMS. Es wurden viele Fragen gestellt, zum Aussehen, wie die Geburt war und ob man zu Besuch kommen könne. Nach einiger Zeit wurden Mama´s Vitalwerte ein letztes Mal überprüft, alles war in Ordnung und wir durften auf die Wöchnerinnen-Station.

Unsere Leonie Kyra

Nicht nur Mama war erschöpft, auch Leonie musste viel schlafen.


Am Späten Nachmittag kam dann viel Besuch ins Krankenhaus um Leonie zu betrachten und um uns zu gratulieren. Viele brachten Geschenke mit, worüber wir uns sehr freuten.

Cousin Robin und Leonie

Der stolze Cousin Robin.


Oli,Robin und Leonie

Onkel Oli, Cousin Robin und unsere Süße.


Geschafft von der Geburt

Mama und Papa total übermüdet und verpeilt.


Elternglück

Die stolze frischgebackene Familie - nichts auf der Welt kann uns jemals trennen.


Der ganzen Abend stand dann ganz im Zeichen des Kennenlernens.


Der erste Morgen

Am nächsten Morgen bekam Leonie zur Bestimmung ihrer Blut-gruppe und -werte ein wenig Blut aus dem Handrücken abgenommen. Das tat uns so leid. Die arme Kleine hatte sehr laut geweint. Auf der Visite sagte Sabbi, dass sie am nächsten Morgen gerne nach Hause gehen möchte, da das Baby kerngesund ist und sie sich auch wohl fühlte. Natürlich sprach nichts dagegen am nächsten Tag nach Hause zu kommen. Papa begrüßte das auch sehr, denn dann musste er nicht mehr alleine im Riesenbett schlafen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Kuscheln, haben uns sogar getraut mit Leonie eine Runde spazieren zu gehen.

Baby ausgehfertig

Schön dick einpacken zum Spazieren gehen.


Das erste mal mit Kinderwagen

Sabbi mit dem Leihkinderwagen der Uni.


Am Sonntag ging es dann endlich nach Hause. Die Kleine sah noch so verloren in ihrem großen Bett und dem Autositz aus.


Unser Schatz Zuhause

Maxi Cosi

In der nächsten Woche gingen wir dann mit Leonie zur U3. Dr. Bode schaute sich Leonie´s "Nierenproblem" einmal an, bzw er konnte keines finden. Es ist alles in Ordnung und unser Schatz ist kerngesund.



Weitere Story´s und Berichte über unsere kleine Familie gibt es in unserem Blog, dem virtuellen Tagebuch